Übersicht über ausgewählte Peilsender

Nachdem ich in letzter Zeit immer öfter gebeten wurde, auch über Peilsender zu berichten, werde ich heute zumindest schon mal mit einem kleinen Überblick und den Vor- und Nachteilen gegenüber von GPS-Sendern beginnen.

Der große Vorteil von Peilsendern liegt darin, dass eine Ortung überall möglich ist, also auch in geschlossenen Räumen, Kellern etc. Diese Möglichkeit soll es zwar auch bei einigen GPS-Sendern geben, inwieweit das funktioniert, ist fraglich.

Des weiteren fallen keine laufenden Kosten an, man zahlt also nur einmalig die Anschaffung. Bei GPS-Sendern hat man dagegen immer monatliche/jährliche Kosten, um die Datenübertragung zu finanzieren.

Zusätzlich beträgt die Akku/Batterielaufzeit in der Regel mindestens 3 Monate, bei einigen Geräten sogar einige Jahre. Auch bei den GPS-Sendern tut sich einiges in Sachen Akkulaufzeit, jedoch liegt diese weiterhin im Schnitt meist nur bei wenigen Tagen.

Der einzige Nachteil bei Peilsendern liegt jedoch darin, dass die Reichweite eben begrenzt ist. Teilweise auf nur 100 Meter, teilweise aber auch auf einige Kilometer. Dazu muss man eben aktiv auf die Suche gehen. Man bekommt nicht „bequem vom Sofa aus“ die aktuelle Position angezeigt, sondern muss mit einem Empfänger, der akustische und/oder optische Signale liefert, den Sender orten.
Bei einem großen Revier der Katze und einem Sender mit geringer Reichweite muss man da dann im Zweifel schon ein ziemliches Gebiet absuchen, um den Sender/die Katze zu finden.

Ich persönlich habe zusätzlich einen Kater, der gerne in fremde Autos einsteigt. Auch dort würde ein Peilsender an seine Grenzen kommen. Bei einem Sender (Miaufinder; der Loc8tor Plus konnte dies auch, wird aber nicht mehr hergestellt) gibt es aber sogar die Möglichkeit, eine „Sicherheitszone“ einzurichten, dort würde man dann auch in so einem Fall informiert werden, dass die Katze sich weiter weg bewegt als üblich ist.

Nun eine Übersicht mit Eckdaten von den 3 bekanntesten und interessantesten Peilsendern.

Loc8tor Pet/Cat Control

http://www.loc8tor.com/de/primary-products/loc8tor-pet.html

http://www.loktier.de/Katzen-Ortung:::4.html

Maße: 30,5 * 19,5 * 8,5 mm
Gewicht: 5 Gramm
Preis: 89,90 €€ (Beim Loc8tor Pet sind 2 Sender enthalten), weitere Sender: 39,99 €€ für 2 Stück
Reichweite: 122 Meter
Akkulaufzeit: ca. 3 Monate

Beim Loc8tor Pet und dem Cat Control handelt es sich um dasselbe System. Beim Loc8tor sind bereits 2 Sender enthalten, beim Cat Control nur ein Sender, dafür aber ein Halsband. Preislich liegt der Loc8tor Pet nur 10 € über dem Cat Control, insofern lohnt sich die Anschaffung des Ersteren eindeutig mehr.

Es ist zudem eine neue Version des Loc8tors in Planung. Dort soll die Reichweite etwas größer sein und die Akkulaufzeit 1 Jahr betragen.

Die Vorteile vom Loc8tor sind der geringe Preis und die kleinen und leichten Sender. Der Sender selbst wiegt nur 5 Gramm, die Hülle zum Befestigen ebenfalls 5 Gramm, sodass man insgesamt auf 10 Gramm (plus beliebiges Halsband) kommt. Die Bedienung ist zudem super einfach. Man kann je Empfänger 4 Sender bedienen. Möchte man eine Katze orten, drückt man auf den zugewiesenen Knopf und die Übertragung beginnt. Der Sender selbst piepst und blinkt bei der Ortung. Dadurch lässt sich dieser auch im Dunkeln gut finden. Mit dem Empfänger geht man nun solange auf die Suche, bis dieser ein Signal empfängt (fängt ebenfalls an zu piepsen und die erste der Lampen fängt an zu blinken). Sobald man ein Signal gefunden hat, muss man einfach der Richtung folgen, wo dieses am stärksten ist.

Ein Nachteil des Loc8tors ist die sehr geringe Reichweite. Die angegebenen 122 Meter werden wenn überhaupt nur bei absolut freier Sicht und mit ganz neuen Batterien erreicht. Befindet sich der Sender z.B. in einem Gebäude, muss man wirklich direkt davor stehen, um ein Signal zu erhalten.

In der Vergangenheit gab es noch den Loc8tor Plus, mit einer angegebenen Reichweite von 180 Metern, dieser ist aber nicht mehr erhältlich.

Ich habe sowohl den normalen Loc8tor als auch den Loc8tor plus. Der Loc8tor plus erreichte bei mir leider ebenfalls nur die maximal 120 Meter. Da dieser aber sowieso nicht mehr hergestellt wird, werde ich mich in meinem nächsten Testbericht auf den Loc8tor pet beschränken.

Girafus PetTracker 227PA

http://www.amazon.de/dp/B0156WZ2JA/ref=twister_B0166Q264O?_encoding=UTF8&psc=1

Maße: 25* 38 * 11 mm
Gewicht: 6,5 Gramm
Preis: 64,99 €€, mit 4 Sendern: 104,99 € weitere Sender: 19,99 €€
Reichweite: 500 Meter
Akkulaufzeit: ca. 2 Monate

Den Girafus PetTracker 227PA habe ich zufällig bei Amazon entdeckt und gleich mal getestet. Er benötigt zum Schutz vor Wasser eine Hülle, mit der er zugleich am Halsband befestigt werden kann. Mit Schutzhülle wiegt der Sender dann 12 Gramm.

Der Preis ist wirklich unschlagbar. Die Reichweite ist mit 500 Metern angegeben, diese habe ich aber nur erreicht, wenn ich mich „mit Signal“ vom Sender entfernt habe. In die andere Richtung war die Reichweite meist etwas schlechter.

Es gibt keine Batterie-Anzeige, hier muss man also wirklich rechtzeitig die Batterie austauschen. Es ist zudem ein Knopfzell-Akku-Ladegerät in Planung, dass man sich nicht so oft neue Knopfzell-Batterien kaufen muss.

Dir Ortung erfolgt mit optischen und akustischen Signalen. Dazu blinkt der Sender selbst während der Ortung und man kann den Sender auf Signal „piepsen“ lassen. Ein großer Vorteil gegenüber dem „stillen und unsichtbaren“ Miaufinder und dem Dauerpiepsen beim Loc8tor. Dazu gibt es hier keine Antenne.

Es gibt jedoch das Problem, dass sich die Batterie-Abdeckung manchmal minimal öffnet und der Sender dann nicht mehr funktioniert. Hier empfiehlt es sich, diese mit einem Stück Tesa zu sichern. Es wird bereits aber einer Lösung gearbeitet.

Miaufinder 2

https://www.miaufinder.com/de/“>https://www.miaufinder.com

Maße: 31* 18,5 * 15,5 mm
Gewicht: 12 Gramm
Preis: 299 €€, weitere Sender: 99 €€
Reichweite: 1,5 Kilometer
Akkulaufzeit: ca. 3 Monate

Vor kurzem ist der Miaufinder 2 erschienen. Das Vorgängermodell besaß nur eine Reichweite von etwa 200 Metern, die aktuelle Version hingegen von 1,5 Kilometern. Der Sender selbst ist wasserdicht, benötigt keine Schutzhülle und kann direkt an einem beliebigen Halsband befestigt werden. Somit ist der Miaufinder nur 2 Gramm schwerer als der Loc8tor mit Schutzhülle.
Die Akkulaufzeit ist bei beiden Sendern etwa gleich.

Sehr praktisch beim Miaufinder 2 sind die Batterie-Anzeige und die Möglichkeit, einen „unsichtbaren Zaun“ einzurichten, der einen Alarm auslöst, wenn die Katze ein bestimmtes Gebiet verlässt. Desweiteren gibt es eine Temperaturanzeige.

Im Lieferumfang enthalten ist zudem ein Kopfhörer. Der Preis für das Set ist mit 299 €€ recht hoch, jedoch muss man bedenken, dass es sich bei Peilsendern um eine einmalige Anschaffung handelt und anders als bei GPS-Sendern keine laufenden Kosten entstehen. Die Reichweite von 1,5 Kilometern ist selbst für Katzen ausreichend, die ein etwas größeres Revier haben.

Ich habe erst durch einen netten Tipp mitbekommen, dass es nun einen „neuen“ Miaufinder gibt. Da die Reichweite sogar meinen Ansprüchen genügen würde, werde ich mir diesen wohl zeitnah bestellen und mal ausprobieren, ob er auch in der Praxis überzeugt. Der Bericht folgt dann natürlich hier.

Wichmann

http://www.wichman.de/page7.html“>http://www.wichman.de/page7.html

Maße: 40* 14 mm
Gewicht: 14 Gramm
Weitere kleinere Ausführungen mit etwas geringerer Akkulaufzeit sind ebenfalls erhältlich.
Preis: ca. 360 €€, weitere Sender: 150 €€
Reichweite: 6 Kilometer
Akkulaufzeit: ca. 100 Tage bis zu vier Jahren je nach Batterie

Die Sender von Wichmann ist noch einmal 2 Gramm schwerer als der Miaufinder 2. Die Reichweite ist mit 6 Kilometern allerdings unschlagbar. Allerdings ist der Wichmann auch wieder noch ein wenig teurer.

Die Akkulaufzeit ist unter anderem abhängig von den eingesetzten Batterien, es sind aber Laufzeiten von 1 bis sogar 4 Jahren möglich. Der Sender wird bereits an einem Halsband befestigt geliefert. Bei einem Wechsel der Batterie, wofür der Sender eingeschickt wird, wird dieses aber auch mit repariert oder ausgetauscht.

Inzwischen wird die recht lange Antenne zu einem größeren Teil auch mittels Schrumpfschläuchen am Halsband selbst befestigt. Ein Nachteil liegt hier für mich darin, dass man in der „Standardversion“ kein eigenes Halsband verwenden kann. Da das Thema Halsband sehr kontrovers ist, möchte ich (im Falle, dass mich ein Sender irgendwann wirklich überzeugt) bevorzugt mein eigenes selbst modifiziertes Sicherheitshalsband verwenden. Es wäre aber sicher auch möglich, den Wichmann-Sender selbst mit Schrumpfschläuchen an einem eigenen Halsband zu befestigen.

Die Ortung mit dem Wichmann-Sender funktioniert nur über akustische Signale und bedarf anfangs etwas Übung. Der Hersteller bietet aber telefonische Einweisungen und Beratungen an. Sobald man den Dreh raus hat, ist die Ortung wohl ebenfalls sehr einfach.

Der Preis des Wichmanns schreckt mich bisher immer noch ein wenig ab, um diesen „nur mal eben zum Testen“ zu bestellen.
Sollte mich der Miaufinder 2 aber doch nicht überzeugen, werde ich noch mal über die Anschaffung eines Wichmann-Senders nachdenken (und dann natürlich ebenfalls berichten).

2 Kommentare zu „Übersicht über ausgewählte Peilsender

  1. Also ein Schnäppchenpreis ist das Wichmann-Produkt wahrlich nicht. Die Reichweite, wenn Sie tatsächlich 6 km (+/-) beträgt, würde mich überzeugen. Zwei Gramm rauf oder runter werden einen Norweger/MC-Mix nicht weiter belasten. Auch unzureichende Temperaturanzeigen würde ich vernachlässigen; Katzen sind Wüstentiere auch, wenn wir in Mitteleuropa „diese“ Temperaturen nur selten haben, reicht ein Blick auf ein Außenthermometer.
    Wir haben einen Kater mit sehr großem Vergnügungsradius. Halsbänder trugen unser Katzen nie. Seit einer unserer Kater unauffindbar ist, werden sich alle daran gewöhnen müssen! => 1+2 = 760 €, wobei ein zweiter Anbieter mit weniger Reichweite für weiter 2 Katzen denkbar wäre => 440 €!
    Mich interessiert vorrangig die Ortungsreichweite in bewaldetem Gebiet (Sauerland). Gibt es dahingehend Erfahrungswerte oder Kaufempfehlungen?
    Vielen Dank für die bis hier hin aufschlussreichen Infos (wenn dies wirklich eine unabhängige Verbraucherseite ist!? Man möge mir meine Skepsis nachsehen)
    Herzliche Grüße
    luhnaskatzen

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    1. Hallo luhnaskatzen, deine Skepsis ist völlig on Ordnung, aber ich kann dir versichern, dass ich das wirklich unabhängig mache 😉 Ich habe fast alle Sender selbst gekauft, immer mit der Hoffnung, endlich ein Produkt zu finden, welches mir so gut gefällt, dass ich es dann auch behalte. Ausnahmen waren nur der Kippy, wo mir von vorneherein klar war, dass der für Katzen zu groß ist, aber da ich gefragt wurde, habe ich den trotzdem getestet. Eine weitere Ausnahme war der Petpointer, wo ich „dreisterweise“ nach einem Test-Gerät gefragt habe, weil der in Deutschland bisher einfach nicht bestellbar ist.

      Der Wichman ist tatsächlich sehr teuer und liegt aktuell auch nicht wirklich in meinem Budget. Dazu orte ich auch bevorzugt „visuell“, weshalb der Wichman bisher einfach nicht so von Interesse war. Laut dem Hersteller vom Miaufinder erreicht der Wichman die 6 km nur unter „idealen Bedingungen“ im Labor. Inwieweit das stimmt, weiß ich aber auch nicht.
      Da ich aus dem „hohen Norden“ komme, kann ich leider nicht wirklich mit Wald und entsprechenden Erfahrungen dienen.
      Für mich und meinen großen Rumtreiber ist der Miaufinder aber ausreichend, um sein Revier abzudecken. Dort hatte ich nur aktuell eben das Problem mit der nicht-korrekten Batterie-Anzeige.
      Wie groß ist denn schätzungsweise das Revier von deinen?

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