Test Wichmann Peilsender

Dank einem Bekannten, der im Besitz des Wichmanns ist, konnte ich diesen nun auch testen.

Den Sender gibt es nur direkt über die Seite von Herrn Wichmann zu bestellen.

http://www.wichman.de/page7.html

Das System kostet je nach Ausführung zwischen 360 und 420 €. Jeder weitere Sender kostet 150 €.

Die Reichweite ist mit bis zu 6 km angegeben, das Gewicht beträgt mit Halsband bis zu 22 Gramm und die Batterie hält je nach Ausführung bis zu 4 Jahre.

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Trage-Komfort

Es gibt verschiedene Ausführungen von Sendern mit in erster Linie unterschiedlichen Batterie-Laufzeiten. Der „Standard“-Katzen-Sender ist der PS22, auf den ich mich hier auch konzentriere. Dieser wiegt mit Halsband und Befestigung 22 Gramm. Herr Wichmann verwendet normalerweise Halsbänder mit einem kleinen Gummi-Zug und normalem Verschluss, man kann aber auch eigene Halsbänder einsenden, um an diesen den Sender befestigen zu lassen. Das Halsband nur mit dem Stück Gummi ist für mich persönlich nicht optimal. Der Sender und die Batterie ist mit einem Schrumpfschlauch fest am Halsband befestigt. Die Konstruktion hat Maße von 2,3 x 1,5 cm und 1,15 x 1,3 (Sender + Batterie). Dazu kommt die doch sehr lange Antenne mit 18 cm. Die Antenne ist im „Normal-Zustand“ nur ein Stück weit mit Schrumpfschlauch befestigt, der Rest guckt noch raus. Für meinen Test habe ich das Ende nun einfach durch das Halsband gefädelt, ansonsten müsste diese für meine Kater auf jeden Fall niet- und nagelfest am Halsband befestigt werden.

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Hier einmal von vorne im Vergleich mit dem Miaufinder 2

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Beim Befestigen der Antenne sollte man auch darauf achten, dass diese nicht über den Verschluss verläuft und dort befestigt wird, damit der Verschluss weiter hin gut aufgehen kann. Durch die Länge läuft die Antenne nämlich fast einmal komplett um das ganze Halsband herum.

Ansonsten ist der Sender wirklich sehr schmal, ist durch die runde Form gut zu tragen und insgesamt kaum breiter als das Halsband selbst. Durch die Trennung von Sender und Batterie verteilt sich das Gewicht auch noch besser am Halsband. Meinen Großen hat der Sender auf jeden Fall überhaupt nicht gestört, nur die Antenne muss halt wirklich gut befestigt werden.

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NACHTRAG:

Ich hatte mir zwischenzeitlich nun doch zwei Wichmann-Sender zugelegt. Daher musste ich mich dann doch näher mit dem Antennen-Problem beschäftigen. Ich habe dann einen weiteren Schrumpfschlauch verwendet. Bei unserem großen Kater reichte der Schrumpfschlauch, da guckte dann nur ein kleines Ende der Antenne heraus, bei dem kleineren Kater habe ich zusätzlich noch Gummibänder an den Seiten vom Halsband-Verschluss befestigt.

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Alle paar Tage war die Antenne meist wieder aus den Gummis rausgerutscht, aber die konnte ich dann relativ einfach immer wieder rein schieben. Die Antenne läuft hier zwar über den Verschluss, dadurch, dass das Ende aber nur lose eingesteckt ist, hatte dies keinen Einfluss auf das zuverlässige Öffnen des Halsbandes.

Inbetriebnahme

Die Frequenz auf dem man den Sender empfängt, ist bereits eingestellt, sodass man das Empfangsgerät einfach nur einschalten muss. Zusätzlich muss/kann die Peilantenne am Empfänger befestigt werden. Die Konstruktion ist eine ganze Ecke größer als bei den anderen Sendern. Hier einmal ein Vergleich mit Miaufinder 2, Girafus und einer Check-Karte 😉

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Einigermaßen unauffällig die Katze in der Nachbarschaft suchen kann man damit also definitiv vergessen 🙂  Es gibt jedoch auch noch eine kleinere Peilantenne, die hier verwendete ist aber etwas besser.

Es können beliebig viele weitere Sender auf anderen Frequenzen gespeichert und angesteuert werden. Hierfür muss dann entsprechend jeweils die Frequenz für den anderen Sender gewechselt werden.

NACHTRAG:

Noch ein Hinweis an dieser Stelle. Mit einem mitgelieferten Magneten lassen sich verschiedene Modi einstellen. Sollte man eine Katzenklappe mit Magneten besitzen, lässt sich diese Funktion aber auch ausstellen. Ansonsten kann es durch den Magnet in der Klappe zum ungewollten Verstellen der Einstellungen kommen.

 

Bedienung

Die Bedienung braucht tatsächlich ein wenig Übung. Herr Wichmann bietet jedem Käufer auch eine ausführliche telefonische Einweisung an.

Anders als bei den anderen Peilsendern kann man beim Wichmann nur akustisch orten. An das Empfangsgerät kann auch ein Kopfhörer angeschlossen werden, sodass man besser zuhören kann. Für mich war das wirklich eine Umstellung, da ich beim Miaufinder und Girafus meist nur auf den Bildschirm/die Lampen gucke und den Ton sogar meist ausgeschaltet habe. Beim Wichmann hat man die ganze Zeit ein „Grundsignal“, welches in kurzen Abständen „piepst“. Wenn man sich in die Richtung des Senders bewegt bzw. in diese zeigt, wird das Signal lauter. Hier muss man wirklich sehr genau hinhören, um zu hören, aus welcher Richtung das Signal am lautesten ist. Manchmal bin ich auch auf gut Glück losgelaufen und wenn die Richtung stimmt, hört man das auch recht schnell. Ansonsten nimmt man halt doch eine andere.

Parallel gilt es noch den „Squelch“ zu bedienen. Hierbei handelt es sich um eine Art Empfindlichkeits-Regler. Ist die Katze weit entfernt, muss man diesen weit aufdrehen. Je näher man der Katze kommt, desto weiter muss man den Regler dann herunter drehen, da die Signale sonst zu laut sind und auch die Unterscheidung der Richtung schwerer fällt. Hier muss man sich also vorsichtig heran tasten und immer mal wieder herunter regulieren. Wenn man sich relativ nah an der Katze befindet, hat man den Squelch meist schon bereits komplett herunter gedreht. Eine verschwundene Katze sollte man so auch bereits finden. Für ein verlorenes Halsband kann man dann noch die Peilantenne abmachen und nur mit dem Scanner/Empfangsgerät weiter suchen. Auch hier kann man durch das unterschiedlich laute „Piepsen“ dann noch die Richtung ermitteln.

Ich habe mir den Sender mehrmals verstecken lassen und habe ihn jedes Mal gefunden. Gerade am Anfang hat es aber doch etwas gedauert, bis ich eine Ahnung hatte, in welche Richtung ich laufen musste. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, bekommt man aber immer mehr ein Gefühl für das Piepsen und den Squelch.

Dennoch wäre natürlich auch hier ein Blinken oder Piepsen auf den letzten Metern sehr schön. 🙂

NACHTRAG:

Mein einer Kater (der sonst nicht so oft Halsbänder verliert) hatte es leider nach wenigen Wochen geschafft, seinen Wichmann-Sender zu verlieren. Ich hatte die Kater zwischendurch immer mal wieder geortet und auch immer ein Signal bekommen. Aber wie sollte es anders sein, als der Sender weg war, bekam ich kein Signal mehr. Ich habe wirklich großflächig alles abgesucht aber keine Spur eines Signals. Durch die silberne Antenne, die sich eben nicht vollständig verstecken lässt in Kombination mit dem silbernen Verschluss vom Halsband kann ich mir gut vorstellen, dass der Sender mal wieder einem der Vögel hier zum Opfer gefallen ist.

Gleichzeitig habe ich dann auch den zweiten Sender geortet, dort bekam ich ein Signal, aber nun mit einem anderen „Piepsen“. Vermutlich habe ich dort aus Versehen etwas verstellt oder meine Katzenklappe (eigentlich keine mit Magnet, sondern eine normale Chip-Klappe) hat dies für mich erledigt. Es wäre also vielleicht auch möglich, dass der verlorene Sender auch einfach versehentlich von der Klappe ausgeschaltet wurde.

Ein paar Wochen später habe ich noch mal einen Versuch gestartet und den verlorenen Sender gesucht und hatte mich anfangs einen Keks gefreut, als ich ganz ganz leise ein winziges Signal hörte. Nachdem ich diesem aus verschiedenen Richtungen immer folgte, musste ich am Ende aber feststellen, dass ich immer nur das noch vorhandene Halsband bei uns ortete. Die Frequenzen liegen zwar eigentlich ausreichend weit auseinander, aber scheinbar gibt es doch eine kleine Überlagerung. Das Signal war auch direkt neben dem Halsband sehr leise, aber die Richtung stimmte immer genau.

Unserem Großen habe ich das Halsband mit Wichmann-Sender dann auch abgenommen. Er kommt zur Zeit immer wirklich regelmäßig nach Hause und ich hatte danach auch einfach Sorge, dass mir dann auch noch der zweite Sender verloren geht. Gerade mit den silbernen Elementen und den diebischen Vögeln bei uns wäre auch das vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch der weg wäre.

Reichweite

Die Reichweite ist mit 6 Kilometern angegeben. Diese bezieht sich aber auch auf eine komplett freie Fläche. Von meinem Bekannten weiß ich, dass er bei seinen Tests auch auf 3 Kilometer kam, bei uns auf der Ecke gibt es leider keine Flächen, die auf diese Entfernung wirklich frei sind, daher konnte ich das selber nicht ausprobieren.  Dennoch sind auch die 3 Kilometer eine wirklich brauchbare Reichweite.

Bei meinen Tests habe ich den Sender einmal in unseren gut isolierten Kühlraum gelegt.

Hier kam ich beim Wichmann-Sender auf eine Reichweite von ca. 350 Metern (blaue Linie). Zum Vergleich der Miaufinder (orange) 45 Meter und Girafus (gelb) 25 Meter. Der Wichmann zeigt also hier eine ca. 10 Mal so gute Reichweite wie die anderen beiden Sender.

Kühlraum

Bei dem zweiten Test lag der Wichmann bei uns im Haus. Hier kam ich auf Reichweiten von bis zu 1,3 Kilometern. Zum Vergleich kam der Miaufinder hier auf bis zu 300 Meter, der Girafus bis zu 150 Meter. Die blauen Punkte sind weitere Punkte, wo überall ein Signal empfangen werden konnte. In die anderen Richtungen kam ich leider jeweils nicht weiter. Auch hier ist der Wichmann also deutlich besser als die anderen beiden Sender.

Haus

 

Laufzeit

Die Laufzeit ist bei dem PS22 mit 4 Jahren angegeben. Es gibt auch kleinere Sender, wo die Batterie nur ein Jahr hält. Zum Wechsel der Batterie muss man den Sender allerdings einsenden, da die Batterie ebenfalls fest mit „eingeschrumpfschlaucht“ ist. Es gibt auch hier keine Batterie-Anzeige oder dergleichen. Angesichts der wirklich langen Laufzeit ist die aber auch nicht unbedingt nötig, man muss dann nur „rechtzeitig nach ein paar Jahren“ dran denken, dass man den Sender dann zum Batterie-Wechsel auch einsendet.

 

Fazit

Der Wichmann-Peilsender ist in den Punkten Reichweite und Laufzeit wirklich um Längen besser als Miaufinder oder Girafus. Dazu vereint er aber auch die „Nachteile“ der anderen Sender, wie die Antenne, keine Batterie-Anzeige und kein Blinken und Piepsen des Senders. Größe und Trage-Komfort sind ansonsten ebenfalls super. Der Sender ist aber auch wirklich nicht gerade günstig. Wenn jemand einen wirklich sehr guten, zuverlässigen und kleinen Peilsender möchte, das Geld über hat und bereit ist, sich etwas mit der Bedienung auseinander zu setzten, ist mit dem Wichmann wirklich gut beraten. Wer Wert auf ein kleines, einfaches Empfangsgerät und Zusatzfunktionen wie Blinken, Piepsen oder Batterie-Anzeige etc. legt, sollte jedoch zu einem der anderen Sendern greifen.

Nach meinem Test habe ich wirklich sehr intensiv darüber nachgedacht, mir einen Wichmann-Peilsender zuzulegen. Da ich aber eigentlich zwei Sender brauche, wäre das eben wirklich recht teuer geworden. Und da ich bereits das Miaufinder-Empfangs-Gerät und einen Sender habe, habe ich mich letztlich dazu entschieden, mir noch einen zweiten Miaufinder-Sender zu kaufen. Die Laufzeit ist hier halt deutlich geringer, aber dennoch okay und mit der Reichweite kam ich bisher auch bei den Rumtreibern ganz gut klar. Wenn ich jetzt Kater hätte, die noch weiter als 500 Meter gehen oder in einer Gegend wohnen würde mit vielen Kellern etc., hätte ich mir das vielleicht aber doch anderes überlegt und den Wichmann genommen, da man dort dann auch mit dem Miaufinder länger suchen müsste.

NACHTRAG:

Der oben erwähnte zweite Miaufinder-Sender ist immer noch vorhanden, aber zwischenzeitlich war dann der erste verloren gegangen. Insofern hatte ich mich dann doch dazu entschlossen, mir das Wichmann-System zu kaufen. Aber auch hier hat es leider nur wenige Wochen gedauert, bis der erste Sender verloren gegangen ist. Das liegt aber wohl an den diebischen Vögeln oder meiner Schuld, weil meine Katzenklappe doch magnetischer ist als ich dachte und die Magnet-Steuerung beim Sender nicht ausgeschaltet habe. Der Verlust ist natürlich besonders ärgerlich und seitdem hatte auch keiner der Kater mehr Halsband oder Sender um. Sowohl die Kater als auch die Umgebung hier scheinen einfach nur bedingt Sender-tauglich… Nun habe ich also zwei GPS-Sender und drei verschiedene Peilsender-Systeme hier liegen, die alle nicht benutzt werden. Mal sehen, ob ich es mir doch noch wieder anders überlege oder einen Teil einfach mal verkaufe…

P.S. Beim letzten Bericht habe ich ja auch einen Test von dem GPS-Tracker G-Paws angekündigt. Leider kann ich damit nun doch nicht dienen. Ich könnte zwar Bilder zeigen, wie schön klein dieser ist (nur wenig größer als der Miaufinder), aber das war es dann auch. Der Tracker lässt sich nämlich leider absolut nicht mit dem PC verbinden, um eventuell gesammelte Daten auszulesen. Ich habe es mit 4 verschiedenen PCs versucht. Da die Seite von G-Paws nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt funktioniert und auch bei Facebook niemand reagiert, komme ich da leider auch nicht weiter. Auch die Bewertungen bei Amazon zeigen ähnliche Erfahrungen. Insofern kann ich aktuell von einem Kauf eher abraten.

 

15 Kommentare zu „Test Wichmann Peilsender

  1. Hallo,
    zunächst vielen vielen Dank für Deine tollen Tests!
    Wir haben aufgrund Deiner Seite unsere Katze mit dem Girafus und dem Tractive2 ausgestattet. Der Tractive2 kommt zurzeit einmal pro Woche zum Einsatz, um festzustellen, wo ihr Gebiet ist. Dabei haben wir jetzt leider festgestellt, dass sie ein wahrer Indiana Jones ist: neue Gebiete, weiter weg: Ich komme! (Das Weiteste, was wir gemessen haben, waren ca. 1,3 km Luftlinie von uns entfernt – Waldgebiet im Taunus.)
    Daher wollten wir sie jetzt doch jede Nacht mit einem Peilsender ausstatten.
    In Deinen früheren Tests hatte ich das Gefühl, dass Du zum Girafus tendieren würdest – nun allerdings schreibst Du, dass sowohl der Wichmann als auch der Miaufinder2 in der engeren Wahl sind und aus nachvollziehbaren Kostengründen der Miaufinder2 angeschafft wurde.
    Dazu interessieren mich Deine Gründe, wieso nicht ein weiterer Girafus zum Einsatz kam?
    Es wäre toll, wenn Du Deine Überlegungen dazu mitteilen könntest.
    (Wir machen uns das irgendwie sehr schwer mit der Entscheidung: Leicht soll er sein, zuverlässig, die Batterie lange genug halten …)
    Vielen lieben Dank im Voraus!!!!

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    1. Hallo Michaela,

      dass die Entscheidung schwer fällt, kann ich gut nachvollziehen 😉
      Der Girafus ist vom Preis-Leistungsverhältnis definitiv super. Dazu die großen Vorteile, dass er Blinken und Piepsen kann. Bei einem Kater, der ständig sein Halsband im Gestrüpp verliert, auf jeden Fall sehr praktisch. Ich verwende jetzt die Cat-Life-Halsbänder, bei denen man das Gewicht einstellen kann und habe das jetzt etwas höher eingestellt (3 kg Auslösegewicht bei 6 kg Kater, vorher hatte ich den auf 2 kg) und seit dem ist das Halsband-Verlieren auf jeden Fall etwas weniger geworden. Insofern brauche ich inzwischen weniger häufig Halsband suchen, sondern gucke häufiger, wo die Kater gerade sind. Und mit dem Miaufinder hatte ich meistens von zuhause aus schon ein Signal, wusste also, dass sie noch in der Reichweite sind. Das hatte ich beim Girafus nie, da musste ich immer erst eine ganze Weile suchen.
      Also für „einigermaßen normale“ Katzen reicht ein Girafus auf jeden Fall aus. Für die „Indiana Jones“-Exemplare würde ich vermutlich schon zu einem mit mehr Reichweite tendieren.
      Ich habe ja alle verschiedenen Sender hier, habe bisher einen Girafus-Sender und neulich den zweiten Miaufinder-Sender verloren. Der erste Miaufinder war noch dem damaligen Batterie-Problem geschuldet, der jetzige hatte halt eine etwas kürzere Antenne, aber eigentlich funktionierte er trotzdem sehr gut.
      Wenn man den Sender dann halt verliert, ist das beim teuren Miaufinder eben noch mal ne Ecke ärgerlicher. Ich habe auf jeden Fall schon überall gesucht, aber bekomme nirgendwo ein Signal. Da wir nebenan einen Schrottplatz haben, wo der Kater sich viel rumtreibt, kann es halt auch durchaus möglich sein, dass da ein LKW über den Sender gefahren ist oder der sich an irgendeinem Schrott-Auto auf dem Weg nach Polen oder so befindet. Oder die diebischen Vögel hier waren wieder aktiv und haben den wieder weggeschleppt oder vergraben (das hatte ich halt auch schon, daher auch die kürzere Antenne…).
      Übrigens habe ich inzwischen doch die Wichmann-Sender. Das Orten ist halt wirklich etwas gewöhnungsbedürftiger und weniger „komfortabel“, als mit dem Girafus, aber 4 Jahre Laufzeit und die Reichweite sind halt unschlagbar. Und die Antenne ist nervig, die habe ich zwar so gut es geht noch zusätzlich verschrumpf-schlaucht, aber ein Stück guckt doch raus. Die Kater scheint es zum Glück aber nicht sehr zu stören.
      „Unpraktisch“ sind natürlich auch Katzen, die sich nicht an ihr Revier halten. Wenn man das ungefähr kennt, kommt man auch bei umtriebigen Katzen mit dem Girafus ganz gut klar, weil man eben weiß, wo man suchen muss. Wenn eure aber ständig woanders hin geht, sucht man mit dem Girafus im Zweifel aber wirklich sehr lange. Ich habe halt noch die alten Girafus-Sender, wo sich die Batterie-Abdeckung manchmal noch verschiebt, da hatte ich also auch öfter gar kein Signal mehr (da lagen die dann aber zum Glück offensichtlich irgendwo rum), ansonsten wären es inzwischen noch 2 – 3 Girafus-Sender weniger. Die aktuellen Sender haben ja noch eine Schraube zum Sichern, da sollte das Problem also eigentlich behoben sein.
      Von der Zuverlässigkeit, der Reichweite und der Batterie-Laufzeit würde ich euch also schon eher zu Miaufinder 2 oder Wichmann raten.
      Verliert eure Katze das Halsband denn öfter? Falls nicht, ist das Blinken und Piepsen halt auch weniger relevant. Wichmann ist halt wirklich top, aber eben auch wirklich sehr teuer.

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      1. Wow – vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort! Das hilft uns sehr bei unserer Entscheidung!!!
        Wir nutzen auch die Cat-Life Halsbänder (4,6 kg Katze – auf 2 kg eingestellt), die sie eher selten verliert (da sie camouflage-farben ist, bekommt sie jede Nacht ihr Halsband um, in der Hoffnung, dass sie etwas besser gesehen wird) – vorher hatte ich die selbstgemachten Papierhalsbänder verwendet, die sie aber spätestens alle zwei Tage verloren hat.
        D. h. Dein Einwand, dass dann das Blinken und Piepsen nicht so relevant ist, ist sehr gut!
        Ich glaube, wir versuchen es jetzt erst einmal mit dem Girafus (, den wir halt sowieso da haben, wobei ich bei dem allerdings die Batterielaufzeit so schlecht finde), bis ich meinen Mann vollständig vom Wichmann überzeugt habe, der mein Favorit ist.
        Hast Du den PS22? Und wo bekommt man eigentlich Schrumpfschläuche?

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      2. Hallo, genau, habe den PS22. Hatte neulich ja auch den Anderen da, der war natürlich noch kleiner, aber auch der PS22 ist größen-technisch echt brauchbar. Und 4 Jahre Laufzeit ist auch super. Da muss man sich dann irgendwann nur dran erinnern 😉
        Wobei ich vermute, dass bei meinem Pech die Kater die Sender bestimmt vorher unauffindbar verlieren oder verschrottet bekommen…
        Bei mir sieht es jetzt so aus:

        Das vordere Stück Schrumpfschlauch habe ich noch dran gemacht. Das Ende der Antenne, was dort im Gummiband steckt, steht dann aber eben doch ab, weil das Gummi letztlich nichts bringt. Bei einem Kater geht die Antenne halt auch über den Verschluss drüber, das Ende kann ich also nicht richtig befestigen, da sonst der Verschluss im Zweifel nicht aufgeht. Das ist also etwas unpraktisch. Herr Wichmann hat die aber schon so kurz wie möglich gemacht. Er hatte die zwischendurch auch noch kürzer, aber dann funktionieren die Sender für ihn nicht mehr gut genug… 😉

        Schrumpfschläuche gibt es in allen Breiten und meist als Meterware bei eBay z.B.
        Der, den ich verwendet habe, hat ungeschrumpft eine Breite von 2 cm. Meist schrumpfen die auf die Hälfte, aber auch da gibt es wohl Unterschiede.

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  2. Hallo, welchen Peilsender würdest Du mir empfehlen, wenn die Nachbarn die Katze ständig zu sich in die Wohnung nehmen? Das Tier wird dort stundenlang festgehalten und wenn ich schelle, wird behauptet, dass die Katze nicht bei ihnen ist. Das Halsband müßte auch abschließbar sein, sonst wird es sofort entfernt. Bin ziemlich verzweifelt.

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    1. Hallo Katrin,
      abschließbare Halsbänder gibt es meines Wissens nicht. Wären dann ja auch absolut lebensgefährlich, denn der Verschluss muss ja im Notfall aufgehen. Bei Tractive gäbe es aber zumindest ein Signal, wenn der Sender vom Halsband entfernt wird. Aber ist eben ein GPS-Sender, der in Gebäuden schlechter funktioniert.
      Daher würde ich vermutlich zum Girafus raten. Denn der kann eben auch Piepsen. Wenn du bei denen an der Tür stehst und den Knopf drückst, könnte man das Piepsen also möglicherweise hören. Es sei denn, die Nachbarn würden dann auch den Sender auseinander bauen…
      Wenn du dort klingelst, reagiert deine Katze auf dein Rufen oder so? Oder macht sie sich nicht bemerkbar?

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  3. Hallo schwarzekater,
    danke für Deine rasche Antwort. Mit Halsbändern kenne ich mich nicht so aus. Ich dachte, dass es vielleicht welche gibt, die am Verschluß deutlich sichtbar mit Zahlenschloß versehen sind und versteckt eine Sollbruchstelle oder einen zweiten Verschluß haben, der sich im Notfall öffnet. Die Nachbarn sind Rentner und so ein Schloß wäre bestimmt eine Abschreckung.
    Den Girafus hatte ich auch schon in die engere Wahl gefaßt. Ich war mir nur unsicher, wie genau er den Aufenthaltsort auf die letzten 10 Meter bestimmt. Die Nachbarn dürfen sich auf keinen Fall rausreden können. Den Piepston finde ich genial. Hoffentlich macht er meine Katze nicht kirre.
    Meine Katze reagiert eigentlich immer auf mein Rufen, leider wohnt den Nachbarn gegenüber ein großer Hund, der immer sofort an die Wohnungstür gerast kommt und laut loskläfft, da verhält sie sich immer ganz leise.

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    1. Zumindest ist mir nichts bekannt, dass es Halsbänder mit Schlössern gäbe…
      Braucht man ja im Normalfall eigentlich auch nicht. 😉
      Man kann den Girafus theoretisch auch so auf die letzten Meter anpeilen, zumindest ging das bei mir auch weiter als bis auf 10 Meter. Für die letzten 1-2 Meter ist das Piepsen aber auf jeden Fall die beste Möglichkeit. Er blinkt ja auch, aber das sieht man nur im Dunkeln. Das Piepsen hat meine Kater überhaupt nicht gestört und ist beim Girafus ja auch nur auf Kommando. Der Loc8tor piepst hingegen durchgängig und auch mit nem nervigeren Ton. Würde bei den ersten Pieps-Versuchen aber auf jeden Fall mit Leckerchen arbeiten, dass sie das mit etwas positiven verbinden. In deinem Fall würde ich wirklich den Girafus nehmen. Ich konnte ein verlorenes Halsband auch mal im Büro meiner Nachbarn orten. Drin dann einmal das Signal aktiviert und da piepste es dann bei denen auf dem Sofa im hinteren Bereich. Sonst hätte ich da auch länger suchen müssen.

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  4. Dieser Post ist zwar auch schon ein wenig älter aber ich habe mir viele deiner (wirklich sehr guten und ausführlichen) Posts angesehen und kann mich nicht für einen Sender/Tracker entscheiden.

    Ich lebe in Basel, mitten in der Stadt. Meine Katze ist meist in meiner Wohnung oder auf der relativ grossen Terasse zu finden (Sie war vorher die Katze einer Freundin, welche sie nur in der Wohnung hielt). Nun ist es aber schon ein paar Mal vorgekommen das sie für einige Stunden unauffindbar war. Da sie einige Meter von der Terasse fallen könnte oder die Rückkehr zu meiner Wohnung je nach dem unmöglich ist und sie nicht an Strassen gewöhnt ist, wäre es mir doch wohler wenn ich sie finden könnte, falls sie mal nicht da ist wo sie sein sollte. Hättest du evt. eine Empfehlung?

    Vielen Dank schon mal im Voraus!

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    1. Hallo Lisa,
      erst einmal sorry für die verspätete Antwort.
      Weißt du, wo sie letztlich in der Zeit war, wo sie nicht auffindbar war?
      Von der Terrasse war sie aber nicht gefallen?
      Wäre es theoretisch möglich, die Terrasse so abzusichern, dass sie dort nicht weg kommt?
      Wenn sie sonst wirklich nur dort und im Haus ist, reicht auf jeden Fall ein Sender mit etwas geringer Reichweite wie der Loc8tor oder Girafus.
      Auch wenn sie von der Terrasse fallen würde, würde sie dort vermutlich nicht allzu weit laufen, sondern sich eher im nächstbesten Versteck verkriechen, sodass man sie auch dort gut finden sollte.
      Beim Loc8tor hat man eine längere Batterie-Laufzeit von ca. 1 Jahr, dafür piepst der beim Orten durchgehend und die Reichweite ist schlechter. Der Girafus piepst nur auf Kommando, Reichweite ist besser, Akku hält aber nur wenige Wochen. In deinem Fall würde vermutlich tatsächlich der Loc8tor (bzw. Tabcat) reichen.

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  5. Hallo! Ich habe von dem Tractive Support erfahren das im 2.Quartal der Tractive cat erscheint, ein GPS im Halsband mit Sicherheitsverschluss integriert. Ich hoffe du kannst ein Test von machen 🙂

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    1. Danke für den Hinweis 🙂
      Na dann bin ich mal gespannt.
      Ich hoffe nur, dass es nicht einer der „Standard-Sicherheisverschlüsse“ ist oder man das Halsband zumindest wechseln kann….

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  6. Hallo
    Es gibt in der Schweiz ein neues GPS Halsband: den Pettracer. Das Halsband ist ganz neu auf dem Markt. Ich habe ein Exemplar gekauft inkl. Jahresabo (CHF 300). Der Service liess leider sehr zu wünschen übrig (habe das Teil vor 4 Monaten bezahlt und erst Ende Februar bekommen). Dann hatte es noch Probleme mit der Mac Software. Im Moment sind wir am testen…

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    1. Der ist schon seit diversen Jahren in der Planung und habe ich auch immer mal wieder nach geschaut, wie weit die sind.
      Ich finde den bisher arg teuer und funktioniert auch nur mit nem „normalen“ Sicherheitsverschluss.
      Da sahen die ersten Prototypen deutlich vielversprechender aus. Von der tatsächlichen Version bin ich optisch bisher noch nicht begeistert.
      Ich würde mich freuen, wenn du noch weiter berichtest, wie ihr mit dem Sender klar kommt. 🙂

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