Petpointer, Tractive, Kaddz oder Weenect?

Für den täglichen Gebrauch kommen für mich nach wie vor keine GPS-Sender in Frage. Aber um mal ab und zu gucken, wie das aktuelle Revier der Katze aussieht, wie lange sie sich wo rum treibt etc., dafür ist ein GPS-Sender durchaus zu gebrauchen.

Auch für Katzen mit sehr großem Revier, ohne viele Häuser etc., wo GPS-Sender an ihre Grenzen kommen, ist ein GPS-Sender eventuell eher von Vorteil als ein Peilsender.

Nachdem ich inzwischen 2 (bis 4) brauchbare Sender hier hatte/immer noch habe, mal ein kleiner Direkt-Vergleich, welcher die Entscheidung eventuell etwas erleichtert.

Hier einfach mal eine kleine Tabelle mit den Eck-Daten:

GPS

Preislich liegen die ersten drei Sender bei der Anschaffung alle gleich. Beim Petpointer entstehen evtl. weitere Kosten, wenn man sich Extra-Akku mit Ladegerät oder Ersatz-Befestigungs-Streifen (die durchaus sinnvoll sind…) dazu kauft. Das Kaddz ist etwas teurer.

Bei den monatlichen Kosten ist der Weenect am günstigsten, Petpointer und Kaddz dagegen vergleichsweise teuer. Die Preise beziehen sich darauf, wenn man das jeweilige Abo für 2 Jahre abschließt. Bei Kaddz ist das erste Jahr inklusive und das Abo ist nur für bis zu 1 Jahr buchbar.

Beim Gewicht liegt der Petpointer vorne. Weenect (inklusive Hülle) und Tractive ungefähr gleichauf, Kaddz ist dann noch einmal 11 Gramm schwerer.

Bei den Maßen ist dann zwischen Petpointer und Weenect kaum ein Unterschied. Der Tractive ist zwar etwas schmaler, aber auch deutlich höher und ist durch die eher quadratische Form deutlich störender. Kaddz ist ergonomisch geformt, sodass sich das Gewicht gut und relativ schmal am ganzen Halsband verteilt.

Um einen verlorenen Sender oder im schlimmsten Fall eine verletzte Katze wieder zu finden, ist ein optisches oder akustisches Signal vom Sender nahezu unumgänglich. Dadurch, dass GPS immer eine gewisse Ungenauigkeit von ca. 5 Metern hat, müsste man ansonsten wirklich sehr lange suchen. Beim Petpointer gibt es gar kein Signal, der Tractive kann Blinken, der Weenect blinkt und klingelt, Kaddz blinkt und „buzzt“.

Nicht unwichtig ist natürlich auch die Frage, ob man einen Sender zurück schicken kann, wenn man nicht zufrieden ist.

Dies ist bei Kaddz und Weenect innerhalb von 14 Tagen möglich. Bei Tractive (über Amazon) auch 30 Tage. Beim Petpointer war bisher keine Rücknahme möglich. Eben habe ich aber gesehen, dass es diesen nun auch bei Amazon gibt. Dort sollte eine Rücknahme also nun theoretisch eigentlich auch möglich sein. Bei Kaddz wird einem der Versand bezahlt, bei Weenect und Tractive musste ich die Kosten für den Rückversand ins Ausland selber bezahlen (habe damals aber auch direkt bei Tractive bestellt).

Die Akku-Laufzeit hängt teilweise davon ab, welchen Modus/welche Ortungsfrequenz man auswählt. Tractive merkt selber, ob er bewegt wird oder nicht und passt die Ortungsfrequenz entsprechend an. Bewegt sich der Sender nicht, wird nur etwa jede Stunde geortet, ist er in Bewegung alle paar Minuten. Der Akku hält so etwa 2 bis 4 Tage je nach Aktivität der Katze. Bei Weenect kommt eigentlich nur der „Smart“-Modus in Frage. Auch hier ist die Ortung bedingt bewegungsabhängig (Ortung alle 5 Minuten oder jede Minute). Der Akku hielt hier etwa 2 Tage. Bei Kaddz und Petpointer gibt man dem Sender eine Ortungsfrequenz vor. Diese ist bei Kaddz entweder alle 5, 15 oder 20 Minuten. Der Akku hielt hier etwa 2 Tage. Beim Petpointer sind Intervalle von 15 oder 30 Minuten, sowie 1, 2, und 4 Stunden möglich. Hier variiert die Akku-Laufzeit ebenfalls zwischen knapp 2 und 4 Tagen.

Ein austauschbarer Akku ist ebenfalls praktisch. So kann die Katze den Sender durchgehend tragen und man muss die Katze z.B. nicht während des Ladens extra im Haus zu behalten, damit sie nicht ohne Sender raus geht.

 

Am liebsten hätte ich ja ein Halsband wie Kaddz, mit dem Gewicht vom Petpointer, kombiniert mit dem aktivierbaren Blinken von Tractive und dem Preis und Klingeln vom Weenect 😀

Und dann natürlich noch mit eingebautem Peilsender 😀

Da es das leider noch nicht gibt, bleibt die Wahl des „geringsten Übels“.

Hier wäre mein Favorit der Weenect. Die laufenden Kosten sind sehr günstig, er kann Blinken und (sehr laut) klingeln und das Gewicht ist noch okay. Die einzigen wirklichen Nachteile sind hier, dass der Sender eben wirklich ständig blinkt und die Ortungsfrequenz nicht auf etwas längere Intervalle eingestellt werden kann. Auch gibt es keinen austauschbaren Akku.

Der Tractive ist prinzipiell auch sehr gut, aber kommt für mich auf Grund der Größe eher nicht in Frage.

Kaddz hat seit meinem Beitrag einige Dinge verbessert (z.B. flexibler Akku), hier stört mich jedoch der Sicherheitsverschluss. Der löste sich bei mir leider nicht so leicht, wie gedacht. Dazu ist er sowohl in der Anschaffung als im laufenden Betrieb verhältnismäßig teuer.

Der Petpointer hat zwar durchaus seine Vorteile (z.B. das geringe Gewicht), aber auch einige Nachteile. So zum Beispiel die Tatsache, dass es keinerlei Signale gibt, um einen verlorenen Sender wieder zu finden, was die Suche wirklich zu einem Glücksspiel macht.

 

 

 

 

 

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14 Kommentare zu „Petpointer, Tractive, Kaddz oder Weenect?

  1. Ich möchte mich einfach einmal an dieser Stelle bedanken!
    Ich brauchte vor längerer Zeit dringend einen Sender für meinen dementen Vater, der ab und zu ausbüchst und nicht wieder zurück ins Heim findet. Und nun trägt er den tractive Sender in seinem Portemonnaie und ich bin sehr beruhigt, ihn im Bedarfsfall orten zu können.
    Denn leider gibt es auch diese Fälle, wo man so einen Sender nicht nur für entlaufene Katzen gut gebrauchten kann.
    Bei mir musste der Sender unbedingt klein sein für das Portemonnaie. Dank Ihrer Seite habe ich ihn nun in Dauerfunktion.
    Tausend Dank.

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    1. Hallo Angela, danke für deinen Bericht 😉
      Stimmt, es gibt diverse andere Fälle, wo ein Peil- oder GPS-Sender von Nutzen ist. Super, dass der Tractive euch ein sichereres Gefühl gibt 🙂

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  2. Super Testseite – Ein Praxis Test ist immer noch der beste Test …
    Hinweis => Der Tractive GPS Tracker hat aber einen schaltbaren (an/aus) Signalton !
    „Das Gerät hat in Europa einen Suchton, die US Version nicht. Dieser kann über PC (Web) und Smartphone (App) aktiviert werden, und erzeugt einen lauten kontinuierlichen Piepton, wo sie einen eventuell verlorenen Tracker schneller aufspüren können. Der Piepton wird beendet, wenn dieser manuell wieder über Smartphone/PC deaktiviert wird, oder das Gerät ausgeschaltet wird.“ – Aussage vom Tractive Service

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    1. Super, Danke für den Hinweis 😀
      Entweder habe ich die Funktion damals einfach nicht gefunden, oder es gab die damals noch nicht 🙂

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  3. KADDZ sollte man nicht mehr nehmen… Dies ist auf der HP zu lesen:

    Kundeninformation der Attrackting AG: Attrackting beantragt Konkurseröffnung wegen Überschuldung

    Seit mehr als einem Jahr hat der Verwaltungsrat von Attrackting an einer dringend benötigten, weiteren Finanzierungsrunde gearbeitet. Ende Juni 2016 mussten wir unsere Aktionäre leider über den Rückzug einer Investorengruppe informieren. In den vergangenen Wochen und Tagen haben noch immer Verkaufsbemühungen und Rettungsversuche stattgefunden, sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Davon übrig bleibt leider kein verwertbares Resultat da auch der letzte mögliche Investor abgesagt hat, da das Unternehmen aufgrund anderer Projekte die nötigen Managementkapazitäten momentan nicht bereitstellen kann.

    Somit ist klar: Alle Gründer, Investoren, Mitarbeiter, Lieferanten (Kreditoren) und vor allem auch alle unsere Kunden erleiden einen Schaden und Totalverlust. Sämtliche Mitarbeiter wurden entlassen und es gibt keine operativen und finanziellen Ressourcen mehr um den Betrieb der KADDZ Lösung weiterzuführen.

    Wir bedauern unendlich, dass wir es nicht geschafft haben, das Unternehmen zu sanieren oder am Schluss mit einem Verkauf eine Schadensbegrenzung zu erreichen.

    Freundliche Grüsse
    Attrackting AG

    Der Verwaltungsrat

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  4. Kaddz wurde von einem Startup übernommen und das läuft jetzt wohl wieder. Zudem bieten die auch bessern Service was man so hört. Das Halsband kostet jetzt nur noch 89 €, dafür wurden die Abos angepasst.
    Es werden jetzt Laufzeiten von drei, sechs und zwölf Monaten angeboten. Auch sind die Lieferzeiten deutlich kürzer geworden. Zugesagt werden 10 Tage.
    Ob und wie sich das Projekt mit dem neuen Anbieter langfristig bewährt bleibt abzuwarten.

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  5. MM-NU: Da unser kleiner sich vor kurzem länger als sonst üblich aus dem Staub gemacht hat, habe ich mir überlegt einen GPS Sender zu kaufen und bin dabei auf deine erstklassige Seite gestossen.
    Leider bin ich mir immer noch unsicher ob ich petpointer kaufen soll oder eine kleineren Peilsender, da unser Katerchen ziemlich klein und zierlich ist und gerade mal 3,5 kg wiegt. Was würdet ihr mir raten?
    Besten Dank MM

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    1. Hallo Martina, auf jeden Fall nur einen Peilsender 🙂 Bei 3,5 Kilo ist jeder GPS-Sender einfach zu groß. Es gibt aber von z.B. G-Paws auch GPS-Recorder. Die zeichnen die Positionen nur auf und müssen dann später ausgelesen werden. Die sind auch nur etwas größer als Peilsender und kosten auch nur ganz wenig. So einer in Kombination mit einem Peilsender wäre also eine gute Alternative zu den großen GPS-Trackern 🙂

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  6. Zunächst einmal herzlichen Dank für die umfangreichen Tests und Kommentare. Ohne diese Hilfe wäre man bei dem unterschiedlichen Angebot völlig verloren.
    Die Antwort an Martina ist für mich besonders interessant. Ein GPS-Sender kommt für mich wohl auch nicht in Frage, jedes Gerät hat Vor- und Nachteile und teilweise auf die Dauer hohe Kosten. Daher werde ich mich für einen Peilsender entscheiden und bin auf die nächsten Tests (Wichmann!) sehr gespannt. Daneben würde es mich aber doch interessieren, wo sich mein Kater überall herumtreibt. Das wäre mir der Preis von G-Paws wert, überdies kann man das Gerät auch an andere Katzenbesitzer mit ähnlichen Interessen kurzfristig verleihen.

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    1. Der Wichman ist wirklich großartig, was die Reichweite angeht. Der kommen die anderen nicht mal ansatzweise ran… 🙂 Ich hoffe, dass ich den Bericht nächstes Wochenende fertig bekomme.
      Meine G-Paws-Empfehlung nehme ich aber wieder zurück. Bei manchen funktioniert er zwar, bei mir ist es aber nicht mal möglich, den am PC anzuschließen. Laut Amazon-Bewertungen bin ich da auch nicht die einzige… Da bringt auch der noch so kleine Sender nichts, wenn man die Daten dann nicht auslesen kann… 😦

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  7. Hallo,
    wir habe eine Freigängerkatze, die seit 2 Jahren einen Peilsender trägt. Zusätzlich hatten wir einen GPS-Tracker von weenect, zur gelegentlichen Routenbeobachtung. Hat aber eigentlich nie so richtig funktioniert, mehr so zufällig. Jetzt hat die Katze letzte Woche den weenect-Sender verloren und gleichzeitig treibt sie sich seit einiger Zeit an neuen Orten herum, wo wir sie mit dem Peilsender nicht orten können. Der GPS-Sender ist natürlich weg, da er zum Verlustzeitpunkt mal wieder kein Signal hatte.

    Ich hätte jetzt gerne ein neues GPS-Gerät besorgt, bin aber unsicher. Kaddz gibt es gerade nicht oder gar nicht mehr, weenect will ich nicht mehr, petpointer gefällt mir eigentlich ganz gut. Im Gelände suchen musste ich bisher nie suchen (und jetzt nutzt mir das Signal auch nichts) und für Feinortung der Katze haben wir ja den Peilsender. Was würde Ihr empfehlen?

    Jetzt habe ich oben gelesen, dass es auch GPS-Recorder gibt, eine Aufzeichnung der Bewegungen würde uns eigentlich reichen. Was gibt es da für Geräte und was ist zu empfehlen.

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    1. Hallo Mimmi,

      Ich würde auch zu Petpointer oder eben Tractive 2 raten. Gerade gestern hat mein Kater einen Petpointer verloren und nach ca. ner Stunde Suchen dachte ich, das war´s nun, aber dann habe ich ihn tatsächlich noch gefunden. In Verbindung mit nem Peilsender hat man da natürlich weniger Probleme. Ansonsten ist der Tractive 2 definitiv praktischer (Blinken+Piepsen).

      Bezüglich der GPS-Recorder kann ich leider noch mit keinen Erfahrungsberichten dienen.
      Ich habe zwar den G-Paws hier, aber der funktioniert halt gar nicht.
      Ansonsten gäbe es noch einen GPS-Logger von Mr. Lee.

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