Test KADDZ

Soo, mal wieder diesen Beitrag auf einen neueren Stand bringen.

Nachdem Kaddz zwischenzeitlich ja Konkurs angemeldet hatte, ging es dann glücklicherweise unter neuer Führung doch weiter. Das Kaddz-Halsband wurde überarbeitet und weiter produziert. Dieses Modell hatte ich zwischenzeitlich auch mal hier und habe den „Tragekomfort-Test“ noch mal durchgeführt. Diese Variante ist aber schon seit längerem ausverkauft. Aktuell arbeitet Kaddz an dem „Kaddz 2.0“ mit weiteren Neuerungen. Wann dieses verfügbar sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

Beitrag:

Im März habe ich mir das KADDZ-Halsband bestellt. Nachdem ich angesichts der hohen Nachfrage und damit verbundenen Lieferschwierigkeiten schon dachte, das Halsband kommt erst im Sommer, kam das Paket tatsächlich schon letzte Woche.

Ich habe das Halsband zum Angebotspreis für 145 €€ gekauft, inzwischen kostet es regulär 199 €€. Im ersten Jahr ist der Betrieb umsonst, danach sind es 72 €€ pro Jahr.
Neben dem Halsband sind zwei Akkus, das entsprechende Ladegerät und zwei weitere Halsbandbestandteile, die je nach Gewicht der Katze verwendet werden können, enthalten.
Ich habe das bereits angebrachte 2 kg-Halsband verwendet.

NACHTRAG2017/2018

Das aktuelle Kaddz kostet nur noch 89 €, ist aber komplett ausverkauft. Bleibt abzuwarten, was Kaddz 2.0 dann kosten soll. Das Abo ist dagegen deutlich teurer geworden. Bei Abschluss eines Jahresabos zahlt man knapp 100 €. Umgerechnet etwas über 8 € im Monat.

Der Akku wird einfach mit einer Drehbewegung an das Halsband angebracht.

Trage-Komfort

Das Halsband ist mit 45 g schwerer als andere GPS-Sender, jedoch benötigt man hier beim „Komplettpaket“ kein zusätzliches Halsband oder eine Tasche/Halterung zum Befestigen.
Das Halsband ist von der schmalen Form her deutlich angenehmer zu tragen als Sender, die mehrere Zentimeter breit sind und dazu noch hin und her schlenkern. Als unser Großer Probe getragen hat, schien es ihn jedenfalls überhaupt nicht zu stören (anders als bei anderen getesteten Sendern).

Nachtrag 2017/2018:

Das „aktuelle“ Kaddz ist etwas breiter, tiefer und schwerer als die Version, die ich damals hatte. Dazu ist der Akku hier auch nicht mehr flexibel, sondern doch wieder starr. Das Gewicht liegt bei 46 Gramm.

Vergleich neues Kaddz neben dem „alten“ Akku:

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Das Halsband ist erst ab etwas größeren Katzen einsetzbar, da das Halsband nicht beliebig eng gemacht werden kann, ohne dass es zu sehr unter Spannung steht. Mein großer wiegt ca. 6 kg und dort passte es soweit. Es ist allerdings schon verhältnismäßig klobig. Das „alte“ Kaddz saß gefühlt auf jeden Fall etwas besser.

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Installation

Für den Betrieb benötigt man lediglich die „KADDZ“-App. Im Vorwege bekommt man eine Mail mit dem Registrierungscode. Dieser muss zu Beginn bei der App eingetragen werden und dann kann es losgehen. Da ich mir vorher schon die App in der Testversion runtergeladen hatte und ich da meine Zugangsdaten verdaddelt hatte, funktionierte die Registrierung bei mir anfangs nicht. Hatte dann Freitagabend eine Mail an den Support geschrieben. Samstagmorgen kam schon gleich die Antwort, dass sie alles fertig gemacht haben und ich mich nun anmelden und den Sender benutzten kann. Der Kundenservice ist also wirklich super. Wenn das Halsband registriert ist, kann man die Daten der Katze angeben, die Heimzone festlegen und einstellen, wie oft eine Ortung erfolgen soll.

Hier gibt es drei verschiedene Optionen, im Hochfrequenz-Modus alle 5 Minuten, im Standardbetrieb alle 15 Minuten und im Energiespar-Modus alle 20 Minuten.

Theoretisch gibt es auch noch den Suchmodus, bei dem alle paar Sekunden eine Ortung erfolgt. Des weiteren können normalerweise das Licht und ein Buzzer am Halsband aktiviert werden, um beispielsweise ein verlorenes Halsband leichter zu finden. Auf Grund eines technischen Problems des Serviceproviders in Deutschland gingen diese Funktionen während meiner Test-Zeit leider nicht. Inzwischen ist das Problem aber wohl behoben und die genannten Funktionen sind wieder nutzbar.

Genauigkeit

Die Genauigkeit ist teilweise sehr gut, manchmal lässt diese aber auch zu wünschen übrig. Ich habe das Halsband zweimal einige Stunden mit unterschiedlichen Ortungsfrequenzen im Auto liegen lassen. Möglicherweise lagen die teilweise starken Abweichungen daran, dass das Halsband eben im Auto war. Jedoch gab es auch unter freiem Himmel Abweichungen. Und andere getestete Sender hatten auch im Auto keine Probleme, die Position auf wenige Meter genau zu ermitteln.

Die roten Kreuze markieren jeweils die tatsächliche Position des KADDZ-Halsbandes. Die meisten ermittelten Positionen befinden sich im Umkreis von etwa 10 Metern, es gibt aber auch Ortungen, die bis zu 50 Metern danebenliegen.

Hier bin ich mit dem Halsband entlang der roten Linie unterwegs gewesen. Auch hier wurden einige Positionen sehr genau getroffen, andere lagen bis zu 20 Metern entfernt.
In Gebäuden funktioniert die Ortung wie bei allen GPS-Sendern überhaupt nicht. Es wird dann nur die letzte Position des Halsbandes angezeigt.

Akku-Laufzeit

Die Akku-Laufzeit ist mit 5 Tagen angegeben. Der zweite Akku ist hier sehr praktisch, da man den einfach austauschen kann und der leere Akku geladen werden kann, während das Halsband weiter benutzt wird. Bei meinem Test hatte ich die Ortungsfrequenz auf hoch (alle 5 Minuten) eingestellt. Nach 7 Stunden war der Akku immer noch halb voll. Im täglichen Gebrauch ist die so häufige Ortung sicher nicht nötig, sodass man im Standardbetrieb durchaus auf eine Akku-Laufzeit von 2 Tagen kommt. Dies wäre zwar durchaus weniger als die angegebenen 5 Tage, jedoch wäre dies für meine 12-15-Stunden Freigänger immer noch mehr als ausreichend. Eine andere Benutzerin schrieb jedoch, dass der Akku bei ihr nur einen Tag im Energiespar-Modus gehalten hätte. Dies könnte bei manchen Freigängern wirklich etwas knapp bemessen sein.

Kosten

Anders als bei anderen GPS-Sendern hat man bei KADDZ fixe monatliche Kosten. Diese betragen nach dem ersten kostenlosen Jahr 6 €€ im Monat. Dies ist zwar verhältnismäßig teuer, jedoch hat man hier eben eine „Ortungs-Flatrate“. Andere GPS-Sender berechnen jede einzelne Ortung, was je nach Häufigkeit deutlich günstiger aber in anderen Fällen auch noch teurer sein kann. Prinzipiell sind mir die Sender lieber, die über den ganzen Tag immer wieder die Position ermitteln. Dafür bin ich dann auch bereit, die Fixkosten zu zahlen.

NACHTRAG 2017/2018

Der Preis für die Abos sind nach der „Neuauflage nach dem Konkurs“ deutlich erhöht worden. Bei einem Dreimonats-Abo zahlt man fast 10 € im Monat. Bei einem Abo über ein Jahr immer noch über 8 €, was ich gerade im Vergleich mit anderen Sendern recht viel finde.

Sicherheitsverschluss

Das Halsband ist mit einem „360°-Sicherheitsverschluss“ ausgestattet, der je nach verwendetem Halsband bei 2, 3 oder 4 kg aufgeht. Dies ist zwar ausreichend, wenn eine Katze wirklich im Baum oder an einem Zaun hängen sollte und das ganze Körpergewicht am Halsband zieht. Wenn die Katze aber beispielsweise mit einem Bein unter das Halsband kommt, sind diese 2 kg zu hoch angesetzt und das Halsband würde wohl eher nicht aufgehen. Wirklich leicht ging das Halsband nur auf, wenn ich die Enden nach innen bewegt habe. Dort reichte bereits eine deutlich geringere Kraft aus. In die anderen Richtungen (die bei einem Festhängen aber wichtiger wären) war der Kraftaufwand dagegen größer (entsprechend den 2 kg).

Bei einem Versuch, den Verschluss durch Zugkraft zu öffnen, ist leider auch der eine Akku an dem Anschluss für das Halsband auseinander gezogen worden. Der Akku ließ sich zwar wieder zusammenschieben, saß danach aber sehr locker und ich bin mir auch nicht sicher, ob er danach immer noch wasserdicht war.
Hier mal ein Bild davon. Das Gehäuse hatte sich an der Kante zwischen grau und schwarz geöffnet, ließ sich zwar notdürftig zusammenstecken, saß aber auf Grund des verbleibenden Spalts im grauen Teil ziemlich lose.

Bei einer anderen Benutzerin ging der Sicherheitsverschluss dagegen schon auf, wenn die Katze nach einem Sprung irgendwo landete. Hier scheint es also, ähnlich wie bei der Akku-Laufzeit, noch Unterschiede in der Qualität der einzelnen Halsbänder zu geben.

NACHTRAG 2017/2018

Das Problem mit dem Sicherheitsverschluss hat sich Kaddz definitiv zu Herzen genommen. Bei dem Kaddz 2.0 ist laut deren Seite ein Magnetverschluss geplant. Das finde ich wirklich großartig, denn Magnetverschlüsse sind für mich mit die sichersten. Ich hatte schon Magnet-Halsbänder, dort sind die Magnete aber leider ständig aus der Halterung geflogen und das Halsband konnte man wegwerfen. Aber ich gehe mal davon aus, dass Kaddz das besser hinbekommt.

Rücknahme

Nachdem mich vor allem der Sicherheitsverschluss nicht überzeugt hat, wollte ich das Halsband wieder zurücksenden. Die Rücknahme lief wirklich vorbildlich ab. Ich habe meine Bedenken geäußert und auch von dem „kaputten“ Akku berichtet. Ich hatte KADDZ die Sendungsnummer von meiner Rücksendung geschickt und bekam noch am selben Tag mein Geld über PayPal zurück, obwohl der Sender noch gar nicht wieder bei ihnen eingetroffen war. Und zusätzlich erhielt ich auch die aufgerundeten Portokosten für das Paket erstattet. Hier muss ich wirklich ein großes Lob an KADDZ aussprechen.

Fazit

In den Punkten Kundenservice, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit ist KADDZ wirklich super und absolut zu empfehlen. Die Genauigkeit und Akku-Laufzeit liegt ungefähr im Mittelfeld im Vergleich mit anderen Sendern. Der Preis für die Anschaffung, sowie die laufenden Kosten, ist vergleichsweise hoch. Auch das Gewicht ist relativ groß, fällt aber durch die Verteilung weniger auf und schien meinen Kater nicht zu stören.

Nachteile liegen bei dem Sicherheitsverschluss, der bei manchen zwar gut funktioniert, bei mir aber eben sehr schwergängig war. Auch die Tatsache, dass der Akku durch die ja eigentlich sehr geringe Zugkraft auseinander geht, spricht dafür, dass die Verarbeitung möglichweise nicht ganz optimal ist.

An sich bin ich eigentlich sehr angetan von dem KADDZ-Prinzip und bin gespannt, wie sich das Halsband in der Zukunft noch entwickelt. Aktuell ist es bei mir aber wegen des Sicherheitsaspektes nicht verwendbar.

NACHTRAG 24.01.2016

In Bezug auf den Akku hat Kaddz inzwischen reagiert und flexible Akkus entwickelt. Diese sind inzwischen auch wohl verfügbar und werden ausgeliefert. In Sachen Kundenservice hört man aber auch sehr oft von negativen Erfahrungen. Viele haben bereits vor nem Jahr ihr Kaddz bestellt und erhalten ihr Halsband teilweise jetzt erst. Dazu gab es bei einigen Probleme, ihre Bestellung zu stornieren bzw. ihr Geld dann wieder zu erhalten.

NACHTRAG 2017/2018

Die Version von Kaddz nach dem Konkurs war nicht wirklich eine Verbesserung. Der Akku war wieder starr und das ganze Halsband breiter und tiefer. Dazu ist das Abo mit umgerechnet über 8 € im Monat recht teuer. Ich bin allerdings sehr gespannt, wie es mit Kaddz 2.0 weiter geht. Der geplante Magnetverschluss ist für mich auf jeden Fall sehr vielversprechend.

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20 Kommentare zu „Test KADDZ

  1. Mit Begeisterung habe ich mir deinen Blog durchgelesen. Ich suche derzeit einen passenden Tracker für mein 4,5kg schweres Monster und deine Fazits, die wirklich mit Detail und Hingabe ausgearbeitet wurden, kamen wie gerufen.
    Was ich daher schade finde, ist die Tatsache, dass dieser Blog schon über tausend Mal aufgerufen wurde, aber keiner einen Kommentar hinterlassen konnte (bei mir scheint die Zahl 0 auf, sollte ich mich irren) Ich möchte mich hiermit wirklich für die Arbeit bedanken und würd mich echt über Testberichten von Peilsendern freuen.
    LG

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    1. Hallo und vielen Dank für den Kommentar 😀
      Du bist tatsächlich die Erste 😉

      Und gut, dass du mich dran erinnerst, dass ich mir noch die Peilsender vornehmen wollte 😉
      Da muss ich nur mal neue Batterien besorgen und dann werde ich das hoffentlich bald hinkriegen, vom Loc8tor und Loc8tor Plus zu berichten.

      Dazu folgt dann noch ein Testbericht von Wo-ist-Lilly, soviel sei gesagt:
      Der Sender ist bei mir leider total durchgefallen 😦

      Beim GPS-Sender warte ich also immer noch vergebens auf DEN EINEN.

      Meine Hoffnungen ruhen nun auf dem Petpointer, den man hoffentlich in diesem oder nächsten Monat bestellen kann.
      Beim Pettracer gab es letztens ein Update, dass dort leider doch alles noch etwas länger dauert, als ursprünglich geplant.

      Bezüglich Kaddz gucke ich immer mal wieder auf deren Facebook-Seite. Dort ließt man dann, dass Leute bereits 2014 bestellt haben und immer noch keinen Sender erhalten haben… Und bei den Leuten, die Kaddz inzwischen haben, werden es auch immer mehr, wo die Ortung ungenau ist, die Akku-Laufzeit deutlich kürzer ist, der Akku bricht…
      Also alles Dinge, die bei mir auch aufgetreten sind.

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  2. Hallo!

    Auch ich danke dir für deine tolle Arbeit 🙂 Einfach super!!! Sich die Zeit zu nehmen und damit anderen zu helfen ist nicht selbstverständlich! Danke!
    Bin gerade am recherchieren, was es für Möglichkeiten gäbe. Möchte meinen Süßen endlich Freigang bieten, sie aber doch so gut es geht vor der ein oder anderen Gefahr schützen… Hoffen wir auf DIE Erfindung 🙂
    Ich frage mich übrigens, ob man einen Sender nich an einem Body anbringen kann? Dazu habe ich noch nichts gefunden… Oder ist dieser zu unamgenehm für die Mutzis?

    LG, Yasmin
    LG,
    Yasmin

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    1. Vielen Dank für das liebe Feedback 🙂

      Ich glaube aber nicht, dass die Anbringung an einem Body so sinnvoll wäre. Die meisten Katzen tragen so etwas ja eher widerwillig und ich hätte viel zu große Angst, dass sich die Katze beim Versuch, sich daraus zu befreien, erst recht verheddert. :-/

      LG, Josy

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    1. Hallo Björn,

      bisher habe ich nur die verfügbaren GPS-Sender getestet.
      Ich habe noch vor, auch über Peilsender zu berichten, mir fehlte aber zuletzt einfach die Zeit.
      Ich aber bisher auch nur den Loc8tor und Loc8tor plus.

      Habe dank deinem Hinweis eben aber auch erst gesehen, dass die Reichweite des Miaufinders nun deutlich höher ist als früher. 1,5 Kilometer wären ja sogar für meinen „weitläufigen“ Kater ausreichend 😀

      Ich bin nun voraussichtlich 4 Wochen nicht zu Hause, aber danach werde ich mir auf jeden Fall überlegen, den Miaufinder zu kaufen. „Mal eben“ 300 € (bzw. 400 bei 2 Katern) will gut überlegt sein, wenn man dann nachher doch nicht zufrieden sein sollte… 😉

      Auf jeden Fall vielen Dank für den Hinweis 😀

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  3. ich habe mir das kazz forum fast vollständig durchgelesen… leider scheinen die leute da sehr periodisch zu anwortetn, sie versuchen wohl die kunden mit ein zu beziehen… ehrlich gesagt istes mir aber zu teuer geld zu bezahlen um ein produkt zu testen… und es scheint noch in der testphase zu sein…die ideen sind alle samt super und würden unsere bedürfnisse vll abdecken…

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  4. Ich habe ja versprochen, dass ich hier von meinen Erfahrungen mit dem Kaddz berichten werde:

    Ich gehöre ja leider zu den Leuten, den die Katze, weil sie ja so „süß“ ist einfach geklaut wurde. Nach großem Aufwand und einer Belohnung konnte ich meine Fellnase wieder mit nach Hause nehmen.
    Nach dieser Erfahrung war uns klar, dass wir etwas zur Observation brauchen, sonst wäre ich an meiner Paranoia zu Grunde gegangen.
    Also ab ins Internet. Zunächst stieß ich auf Kaddz. die ersten Kommentare schreckten mich aber so ab, dass ich mich nach einer Alternative umsah.
    Als erstes kauften wir den Miaufinder 2. Dieser ist aber für uns nicht geeignet, da aufgrund unserer Funkalarmanlage das System andauernd abschmierte. Im Dauermodus entluden sich die Batterien innerhalb von 3 Tagen. Und letztendlich war der Sender einfach tod. Des Weiteren litt die Reichweite durch Gebüsch und Bäume immens. Wir konnten dann das System einfach zurücksenden.
    Das bedeutete, dass ich eine Alternative finden musste.
    Deine Seite ist dafür übrigens extrem hilfreich. 

    Nach einigem herumgesurfe habe ich mich entschlossen das „neue“ Kaddz zu bestellen. Ich muss sagen, dass ich die schlechten Kritiken für den Kundenservice absolut nicht bestätigen kann. Ich habe das Kaddz auf Rechnung bestellt und es wurde mir gesagt, ich solle doch erst 14 Tage testen und dann entweder zahlen, oder das Gerät zurückschicken. 2 Wochen nach meiner Bestellung wurde das Halsband bereits geliefert.
    Beim Auspacken wirkte das Halsband schon etwas mächtig und meine Katze hat mit ihren 4,5kg einen eher schlanken Hals. Also habe ich den ersten Test auf das Wochenende verlegt, um genau beobachten zu können, wie der Felli mit dem Halsband klar kommt.
    Das erste Anlegen gestalte sich ein wenig schwierig. Der Verschluss geht bei kleinster Einstellung (S) nicht gerade einfach zu und immer sind die Haare direkt vor dem Verschluss. Nach dem Anlegen habe ich fast 3 Finger Platz. Meine Katze stört das Ding aber überhaupt nicht.
    Sie also gleich los, ich auf der Couch mit dem Handy. Es gibt verschiedene Modi für die Datenübertragung, von 1 Min Walk bis Batteriesparmodus. Zurzeit läuft bei mir das Gerät im Batteriesparmodus /2xGPS, das bedeutet Ortung alle 10 Minuten, Datenübertragung an die App alle 20 Minuten. Beim Wechsel der Modi wird der neue Modus erst nach der nächsten Datenübertragung eingestellt.

    Ich gebe zu, dass man ein bisschen spielen muss, denn da gebe ich den Kritikern Recht, die Bedienungsanleitung ist mehr als dünn. Dennoch wurden alle Fragen via Mail innerhalb von einem Tag nett und freundlich beantwortet.

    Die Akkulaufzeit empfinde ich als in Ordnung bis sogar gut. In dem oben genannten Modus hält ein Akku oftmals sogar drei Tage. Das hängt ein bisschen vom Wetter, Zeit, die die Katze zu Hause verbringt und wie dicht das Gestrüpp ist, ab. Ich hatte immer bedenken, dass sie das Halsband, aufgrund der Größe regelmäßig verliert, aber (toi, toi, toi!!!!!) bisher nicht.

    Der zweite Akku, der mitgeliefert wurde unterschied sich deutlich in der Qualität, aber was soll ich sagen, eine Mail und ein Ersatz war unterwegs. Die neuen Akkus sind am Ende flexible, die zuvor beschriebenen Brüche kann ich mit diesen Akkus nicht nachvollziehen.

    Der Akkuwechsel funktioniert wirklich ohne das Halsband von der Katze abzunehmen. Innerhalb von wenigen Sekunden Schelle und Gummiband ab, alter Akku ab, neuen drauf, Schelle und Gummiband wieder fixieren, fertig. Meine sonst quirlige Katze toleriert das Procedere hervorragend.

    Das Halsband bietet auch einen Suchmodus an, dann wird das Halsband quasi sofort „geweckt“ und sendet, ich glaube alle 30 Sekunden eine Position. Diesen Modus kann man 30 Mal im Monat benutzen und ich kann behaupten, dass die Anzahl auch mit meiner Paranoia mehr als ausreicht. Wenn ich ein wenig unruhig war, weil z.B. mal keine Position ermittelt werden konnte, ein Ausreißer mal gemessen wurde oder die Katze meiner Meinung nach zu weit weg war, dann habe ich den 1 Minute Walk eingestellt, und das reicht für eine exzessivere Observation vollkommen aus.

    Die Übersicht des Halsbandstatus hat so einige, meiner Meinung nach hilfreiche Spielereien. So kann man sich die Helligkeit, die Bewegung und das WLAN bei den einzelnen Datenübertragungen angucken. Das WLAN ist sehr hilfreich, wenn die Katze im bebauten Gebiet ist, dann ist ein Abgleich mit dem eigenen Handy oft hilfreich.

    Die Genauigkeit finde ich eigentlich überraschend gut. Bei einer Verfolgung waren die Abweichungen in der Regel nicht größer als 15 Meter. Die Beschwerden, wegen der Zeitverzögerung, die im Internet zu lesen sind kann ich nicht nachvollziehen. Meine Katze schafft es zwischen den 10 Minuten Positionsmessung, ins Haus rein, halben Napf inhalieren und wieder herauszugehen, ohne dass das System registriert, dass sie zu Hause war. Da kann ich nur sagen: Na, und? Ich sehe doch sonst wo sie ist. Auch wenn sie ihr Schläfchen hält und dann wieder rausgeht, bekomme ich die Nachricht über das Verlassen des Hauses je nach Modus zeitverzögert.
    Kaddz bietet auch das Einrichten von Zonen an, welches ich sehr komfortabel finde. Durch den Miaufinder habe ich schon eine sehr gute Vorstellung, wo sich der Plüschi so herumtrollt, also habe ich die links und rechts angrenzenden Gebiete als Warnzonen eingerichtet. Wenn sie sich also dort aufhält, dann bekomme ich die Info und kann dann kontrollieren wohin sie weiter geht.

    Den ersten Notfall mit Kaddz haben wir am letzten Wochenende gehabt. kurz vorm Schlafen gehen schaue ich auf die App, um zu sehen, wo der kleine Troll so herumtollt, da fuhr mir sofort ein Schreck durch die Glieder, denn sie war am anderen Ende der Siedlung. Ich habe noch die nächste Aktualisierung abgewartet, um sicher zu sein, dass es sich bei dieser Messung nicht um einen Ausreißer handelt, aber das sah nicht so aus.

    Los ging es im Suchmodus. Man wird selber geortet und als blauer Punkt angezeigt, der war aber in seiner Position mehr als daneben, da ich aber unsere Siedlung kenne, brauchte ich keinen blauen Punkt um zu dem Ort an dem meine Katze geortet wurde hinzukommen. Ich habe Sie durch das Halsband sehr schnell gefunden. Das im Halsband integrierte Licht oder Buzzer brauchte ich nicht, da meine Katze auf Zuruf reagiert.

    Im Nachhinein denke ich, dass sie vielleicht von einem Hund gejagt wurde, denn der Bewegungsreite zeigte vollen Ausschlag kurz bevor die erste Position ganz weit ab gemessen wurde.

    Ich weiß nicht, ob sie alleine wieder nach Hause gefunden hätte, ich möchte aus nicht ausprobieren, weil 50 Meter weiter eine normale Straße langläuft und sie noch nie in der Ecke war.

    Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich in diesem Bereich keine Zone für Gefahr eingerichtet habe. Das ist jetzt auf jeden Fall nachgeholt worden.

    Fazit:
    Sicherlich kann man seine Katze nicht auf den Zentimeter genau orten, man muss mit gewissen Abweichungen rechnen, regelmäßig den Akkuwechseln und auch damit klar kommen, dass Deine Katze sich nicht darum schert, ob Du dass gut findest, wo sie sich gerade herumtrollt.

    Aber im Notfall ist es hilfreich schon mal zu wissen in welche Richtung man laufen muss, oder wenn Sie dann doch nicht zur gewöhnlichen Uhrzeit nach Hause kommt, kann man feststellen, ob vielleicht etwas im Park von höherem Interesse ist oder einer wieder meinte, man könne so ein Tier einfach mal mit nach Hause nehmen. Ich würde mich auch über eine noch höhere Genauigkeit, bessere Akkuleistung etc. freuen, aber das was es bietet ist schon einiges.

    Ich bin jedenfalls trotz anfänglicher Skepsis positiv überrascht und froh, dass es sich in meinem Besitz befindet. Ich kann nur empfehlen austesten, ob und wie die Katze damit klar kommt, und wenn nicht einfach zurückschicken.

    Ich hoffe ich kann mit meinem Erfahrungsbericht jemanden weiterhelfen.

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    1. Hallo Felidae,

      vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht! Das hilft sicher einigen weiter 😉
      Schön, dass das Akku-Problem nun wirklich behoben ist.
      Und super, dass ihr nun „euer“ Gerät gefunden habt 🙂

      Unseren Großen habe ich inzwischen auch ein paar mal mit dem Petpointer ausspioniert, ansonsten ist er aktuell „oben ohne“, bis ich meinen neuen Miaufinder-Sender bekomme.
      Für den täglichen Gebraucht, ist mir der Petpointer dann doch zu groß und ich bleibe auch lieber bei den Peilsendern 😉

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  5. Hallo,
    ich befinde mich mit dem Kaddz für meinen Benny noch in der Testphase, bin mir aber schon sicher, dass sich es nicht zurückschicke!

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    1. Hallo Jutta,
      super, dass du mit Kaddz soweit zufrieden bist 🙂 Hast du einen neueren mit den flexiblen Akkus?
      Dort muss man wohl aufpassen, dass sie nicht so schnell verloren gehen, weil diese wohl leichter herunter rutschen als die alten…

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  6. Hallo schwarzekatze,
    ich hab leider keine guten Erfahrungen mit kaddz gemacht.
    Wir haben im Mai für unsere beiden bengals kaddz geholt. Schnell mussten wir feststellen, dass die Halsbänder viel zu klobig für die schlanken Hälse meiner Mäuse ist.
    Also rechtzeitig zurückgeschickt und auch eine Empfangsbestätigung etc bekommen. Seitdem warten wir allerdings auf unser Geld! Derzeit würde ich allen davon abraten bei kaddz zu kaufen. Wir warten seit zwei Monaten! Vom Support bekamen wir zuletzt die info, dass wir uns doch direkt an die Geschäftsleitung von kaddz wenden sollen. Ich befürchte ja fast, dass die Pleite sind, und wir daher vernünftigen Ingos bekommen. Bin echt genervt. 300€ für die kaddz!
    Ich bleib weiter dran und hoffe, dass ich doch irgendwann unser Geld wieder bekommen werde.
    Lg* miechen

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      1. Oh Mist, das tut mir wirklich Leid für euch… 😦
        Hatte mich aber auch schon gewundert, dass das bei euch so lange dauert, ich hatte mein Geld nach der Rücksendung ja quasi sofort wieder…

        Wirklich schade, prinzipiell war es ja eine super Idee und gab ja auch viele, die damit zufrieden waren…

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  7. Auch von mir: DANKE! Habe die Seite gerade erst gefunden und werde mich heute/morgen durch die wertvollen Testberichte wurschteln. Auf der Basis kann ich mich dann für ein Gerät entscheiden 🙂

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  8. Hallo, wir benutzen seit einigen Jahren schon den gt-340 von Simvalley. Außer der unzureichenden Akkulaufzeit klappt inzwischen alles super. Da unser Kater nur morgens und Abends Ausgang bekommt laden wir den Akku zwischendurch wieder auf. Das Halsband mit den Gerät hat der Kater bisher nur einmal verloren und ich habe diesen glücklicherweise gefunden. Wenn Frido im Sommer und an den Wochenenden aber länger draußen ist, funktioniert diese Methode leider nicht. Wir wollten daher ein zweit Gerät von Pearl beschaffen und mussten feststellen das das Gerät nicht mehr verkauft wird. Jetzt würde mich aktuell Interessieren wie die neusten Erfahrungen zum Kaddz Halsband sind. Speziell die Genauigkeit, der Sicherheitsverschluss vom Halsband und eure Erfahrungen in Sachen Akku.

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    1. Hallo und tut mir Leid, dass ich jetzt erst antworte. Erst einmal danke für den Hinweis, dass der Simvalley nicht mehr verkauft wird 🙂
      Ob Kaddz inzwischen etwas optimiert hat, würde mich auch interessieren 😀
      Prinzipiell war ich ja gerade von der ergonomischen Form sehr angetan, aber der Verschluss muss halt sicher aufgehen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass Kaddz weiter bestehen konnte und bin gespannt, wie es dort weiter geht. Evtl. teste ich die beizeiten noch mal, wenn sich da etwas getan hat 🙂

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